Shaq lehnt Redick als Coach ab

J.J. Redick hat in diesem Sommer einen der schnellsten Sprünge auf die Trainerbank in jüngerer Vergangenheit hingelegt. Seit 2021 im Ruhestand, startete der Shooting Guard ...

Foto des Autors

Von Niko Jens Schwann

Veröffentlicht am

J.J. Redick hat in diesem Sommer einen der schnellsten Sprünge auf die Trainerbank in jüngerer Vergangenheit hingelegt. Seit 2021 im Ruhestand, startete der Shooting Guard früh seine Medienkarriere mit seinem Podcast und als Kommentator für ESPN. Sein analytischer Stil befeuerte schnell Diskussionen über eine mögliche Tätigkeit als Coach – eine Option, die sich enorm verstärkte, als er begann, einen Podcast mit LeBron James aufzunehmen. Und jetzt, nur drei Jahre nachdem er seine Sneaker an den Nagel gehängt hat, ist diese Möglichkeit Wirklichkeit geworden.

Diese Entscheidung hat eine Mischung aus Vorfreude und Skepsis ausgelöst. Viele setzen auf die frische Perspektive, die Redick mitbringt, doch manche zweifeln an seiner fehlenden Erfolgsbilanz. In diesem Zusammenhang meldete sich Shaquille O’Neal als ehemaliger Spieler zu Wort und betonte, dass mangelndes Vertrauen oder Respekt gegenüber dem Coach schnell zum Problem für ein Team werden kann.

«Er hat LeBrons Respekt, aber was ist mit den anderen Spielern? Das wird seine echte Bewährungsprobe», sagte der Center. «Ich persönlich glaube nicht, dass ich für jemanden spielen könnte, dem ich vor vier oder fünf Jahren noch auf dem Feld gegenüberstand. Und wenn ich meinen Coach nicht respektierte, fiel es mir schwer, 100 % zu geben. Ich will J.J. nicht herabsetzen, aber ich finde es verrückt, dass jemand ohne Erfahrung einem anderen Kandidaten wie Sam Cassell vorgezogen wird, der 15 Jahre auf NBA-Bänken verbracht hat.»

Als Shaq 1996 zu den Lakers kam, war Del Harris der Head Coach und blickte bereits auf 11 Spielzeiten Erfahrung als NBA-Cheftrainer sowie fünf weitere Jahre als Assistenztrainer zurück. Wichtiger noch: Ab 1999 spielte er unter Phil Jackson, der als Legende kam, nachdem er mit Michael Jordans Bulls sechs Ringe gewonnen hatte. Es ist nachvollziehbar, dass dies seine Sichtweise prägte, aber man könnte sich fragen, ob das zwangsläufig der einzige gültige Standpunkt ist.

In letzter Zeit gab es durchaus sehr junge Coaches ohne große Erfahrung, die sich den Respekt ihrer Teams erarbeiteten und gute Resultate erzielten, wenn auch nicht so extrem wie in Redicks Fall. Schließlich haben neun der 15 Spieler im Kader bereits gegen ihn gespielt, sodass er ihr Bild von ihm wandeln und sich als echte Autorität etablieren muss.

(Cover photo: David Schwabero/Getty Images)

DAS KÖNNTE SIE INTERESSIEREN