Cason Wallace: zweite Hiobsbotschaft für OKC

Jalen Williams könnte nicht der einzige Spieler bleiben, den die Thunder für den Rest der Saison verlieren

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Von Niko Jens Schwann

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Ein Unglück kommt selten allein. Für die Oklahoma City Thunder trifft dieses Sprichwort derzeit besonders bitter zu. Offiziell bestätigt war es noch nicht, doch die Meister von 2025 rechneten bereits damit, dass Jalen Williams nach seiner schweren Verletzung gegen die Clippers die gesamte Saison verpasst. Nicht gerechnet hatten sie damit, dass das Update zu seiner Situation eine weitere schlechte Nachricht enthalten würde. Diese Nachricht macht eine ohnehin schwierige Lage noch komplizierter.

Laut ESPN-Reporter Shams Charania zog sich in diesem Spiel nicht nur Williams eine schwere Verletzung zu. Auch Cason Wallace musste das Parkett nach wenigen Minuten verlassen. Zunächst sah es nur nach einem Schlag auf die Schulter aus. Tatsächlich erlitt er jedoch einen Labrumriss in der linken Schulter. Die Verletzung muss operiert werden und gefährdet seine Saison. Damit geraten auch die Ziele der Thunder in Gefahr.

Erste Einschätzungen gehen bei Wallace von einer Pause von fünf bis sechs Monaten aus. Damit wäre eine Rückkehr zu den Playoffs möglich. Unklar bleibt allerdings, in welcher Form er dann wäre. Bei Williams scheint die Lage dagegen eindeutiger. Er erlitt einen Wadenbeinbruch und eine Luxation des linken Sprunggelenks. Offiziell bestätigt ist das noch nicht, doch alles deutet auf ein vorzeitiges Saisonende hin.

Mark Daigneault verliert damit in einem einzigen Spiel zwei Spieler aus seiner Starting Five. Aus dem großen Titelfavoriten wird so ein Team voller Fragezeichen. Die Thunder haben zwar bewiesen, dass sie als Kollektiv auch mit vielen Ausfällen zahlreiche Gegner schlagen. Ohne Williams und Wallace wäre ihr Potenzial in den Playoffs aber deutlich geringer. Im Management fragt man sich deshalb wohl gerade, ob OKC dann überhaupt noch zu den Titelkandidaten zählt.

Falls nicht, muss das Team handeln. In welche Richtung, ist offen. Ab der kommenden Saison liegt der Kader über dem Second Apron. Bei einem möglichen Trade könnte deshalb die Senkung der Gehaltskosten im Vordergrund stehen. Ob OKC tatsächlich nicht mehr zu den Titelkandidaten zählt, lässt sich noch nicht sagen, auch wenn viele bereits davon ausgehen. In der Geschäftsführung dürfte ein solcher Schritt aber bereits geprüft werden.

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