Dallas schlägt auch Giannis Antetokounmpo im eigenen Haus

Die Miami Heat stecken weiter im Albtraum-Start: Vier Niederlagen in Folge lassen Zweifel am neuen Projekt mit Giannis wachsen.

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Von Niko Jens Schwann

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Auch nach der Verpflichtung von Giannis Antetokounmpo war kein Traumstart der Miami Heat erwartet worden. Mit einem 0:4 zum Auftakt hatte aber kaum jemand gerechnet. Zuletzt verloren die Heat zu Hause mit 109:113 gegen die Dallas Mavericks.

Entscheidend war die Rückkehr von Cooper Flagg und Kyrie Irving in die Startaufstellung. Flagg, der in seiner zweiten NBA-Saison steht, kam auf 29 Punkte, 6 Rebounds, 11 Assists, 5 Steals und 3 Blocks. Er führte die Mavericks an, die inzwischen wie ein gutes Team wirken. Ob das reicht, damit Dallas Anfragen anderer Teams zu Kyrie Irving ablehnt, bleibt offen.

Für die Heat war nicht nur die Niederlage bitter, sondern auch ihr Zustandekommen. Miami lag fast die gesamte Partie vorne und ging mit sieben Punkten Vorsprung ins Schlussviertel. Es reichte nicht. Dallas gelang ein 18:7-Lauf, in der Schlussphase entschieden Flagg und Zaccharie Risacher die Partie. Risacher blockte wenige Sekunden vor dem Ende zudem einen Wurf.

Der Giannis von früher reicht nicht

Giannis Antetokounmpo ist in Topform in die Saison gestartet. Gegen Dallas gab er alles und erzielte ein Triple-Double aus 29 Punkten, 14 Rebounds und 11 Assists. Antetokounmpo liefert, was von ihm erwartet wird. Seine Mitspieler bleiben dagegen fast alle hinter den Erwartungen zurück. Die Ausnahme ist Davion Mitchell, der 21 Punkte erzielte und von dem kaum mehr zu verlangen ist.

Den Heat fehlt es an Treffsicherheit von außen und an Konstanz. Die Starter ohne Antetokounmpo trafen nur 4 von 21 Dreiern. Phasenweise sind die Heat bereits das Team, das sie sein wollen, wie Erik Spoelstra sagte. Über weite Strecken sind sie davon aber noch entfernt. So wird es schwer, das angestrebte Niveau zu erreichen.

Bam Adebayo bleibt gelassen

Schon vor der Saison gab es Zweifel, ob Antetokounmpo und Adebayo zusammenpassen. Bisher behalten diejenigen recht, die das Duo noch nicht für eingespielt hielten. Körperlich sind beide Kraftpakete. Ob sie im Angriff gut harmonieren, ist jedoch eine andere Frage.

Schon gegen Charlotte wirkten manche Spielzüge erzwungen, nur damit Adebayo zu seinen Würfen kam. Genau darin liegt das Problem: Dem Angriff der Heat fehlt der Fluss. Auch Adebayos Wurf hilft derzeit nicht. Gegen Dallas traf er nur 3 von 10 Versuchen. Er selbst betont allerdings, dass es sich um eine vorübergehende Phase handelt.

Bam Adebayo, Teamkollege von Giannis Antetokounmpo in Miami.

„Mein Wurf fällt gerade nicht. Darüber zerbreche ich mir nicht den Kopf. Es ist seltsam, wie man mich von außen zum Sündenbock machen will. Wenn sich die Energie dreht, macht euch auf etwas gefasst“, stellte er klar.

(Foto: IMAGN IMAGES via Reuters Connect)

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