Die Nacht der Rookies (Spieltag 23.10.2026)

Der frisch in die NBA gekommene Jahrgang erlebt eine großartige Nacht mit herausragenden Leistungen, die unterstreichen, dass es einer der besten Jahrgänge der letzten Jahre ist

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Von Larissa Vogt

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NBA-Zusammenfassung der 12 Spiele des Spieltags vom 23. Oktober 2026.

Milwaukee Bucks 125-132 Chicago Bulls

Die Schlagzeile des Spieltags lieferte Caleb Wilson. In Chicago sind die Erwartungen an den Rookie enorm. Nach einem schwierigen Debüt am Vortag glänzte er in Milwaukee mit Athletik und Talent. Er traf Dreier, blockte Würfe und zeigte Dunks. Mit 21 Punkten hatte er großen Anteil am ersten Saisonsieg der Bulls.

Auch Tiago Splitter feierte seinen ersten Sieg als Trainer der Bulls. Besonders stark war, wie sich seine Mannschaft von einem schlechten Start erholte. Am Ende des ersten Viertels hatte Chicago mit 15 Punkten zurückgelegen. Bei der Aufholjagd überzeugte auch Norman Powell mit 25 Punkten.

Bei Milwaukee kam Tyler Herro auf 34 Punkte. Er dürfte in dieser Saison starke Statistiken sammeln. Offen ist, ob auch die Siege folgen.

Boston Celtics 107-103 New York Knicks

Nach der knappen Niederlage in Detroit meldeten sich die Celtics gegen den bestmöglichen Gegner zurück, den amtierenden Meister New York Knicks. Entscheidend war ein herausragender Jayson Tatum mit 36 Punkten, 9 Rebounds und 7 Assists. Damit machte er seine schwache Leistung im ersten Saisonspiel vergessen.

Es war ein großartiges Spiel. Zu Beginn des letzten Viertels schienen die Knicks bereits geschlagen. Knapp zwei Minuten vor Schluss waren sie aber bis auf einen Punkt herangekommen. Der Einsatz blieb jedoch vergeblich, weil Tatum in der Schlussphase nicht zu stoppen war.

Mikal Bridges blieb in 22 Minuten ohne Punkte. Jalen Brunson kam unauffällig auf 19 Punkte. Mike Brown hat viel zu tun, um den Titelverteidiger wachzurütteln.

Washington Wizards 102-112 Toronto Raptors

Die Toronto Raptors meinen es ernst. LeBron James hatte gesagt, dass jedes Team mit Kawhi Leonard automatisch gut werde. Die Raptors spielten allerdings schon vor der Rückkehr des Finals-MVP von 2019 auf diesem Niveau.

Die Mannschaft von Darko Rajaković überzeugt mit Athletik, Offensive und Defensive. Sie könnte das stärkste Team der Eastern Conference werden. Dafür muss sich Leonard nicht einmal übermäßig verausgaben. In diesem Spiel kam Leonard auf 16 Punkte. RJ Barrett erzielte 23 Punkte, Scottie Barnes 28.

Für Washington war die Niederlage auch keine Katastrophe. Das Team befindet sich im Aufbau. Toronto verteidigte Anthony Davis sehr gut, er kam nur auf 9 Punkte und 9 Rebounds. Trae Young kam auf 22 Punkte und 12 Assists. Rookie AJ Dybantsa hat für die Wizards noch nicht debütiert.

Charlotte Hornets 81-128 Atlanta Hawks

Für die Hornets wurde der Abend zum Desaster. Charlotte hat LaMelo Ball abgegeben und baut nun auf Brandon Miller und Kon Knueppel. Miller hatte kürzlich einen hoch dotierten Vertrag unterschrieben. In diesem Spiel traf er nur 2 von 14 Würfen aus dem Feld. Knueppel fehlt verletzt und hat in dieser Saison noch nicht gespielt.

Das erklärt aber nicht, warum Charlotte vor eigenem Publikum mit 47 Punkten Unterschied gegen die Atlanta Hawks verlor. Die Hawks sind ihrerseits stark in die Saison gestartet. Bei Atlanta punkteten sieben Spieler zweistellig. Bester Werfer war Jalen Johnson mit 19 Punkten. Während der Aufbau in Atlanta funktioniert, sieht es in Charlotte derzeit düster aus.

Orlando Magic 93-115 Minnesota Timberwolves

Von den Orlando Magic, die vor einigen Jahren begeisterten, sind nur noch die Namen übrig. Orlando wird wieder Spiele gewinnen. Die Timberwolves zeigten aber deutlich, wo die Magic derzeit stehen. Minnesota gewann mühelos, obwohl Anthony Edwards nur 5 von 23 Würfen traf.

Die Wolves waren klar überlegen und führten zu Beginn des letzten Viertels mit 26 Punkten. Besonders positiv war die ausgeglichene Punkteverteilung. Sieben Spieler erzielten zwischen 11 und 15 Punkten.

Bei Orlando überzeugte nur Wendell Carter Jr. mit 20 Punkten, 9 Rebounds und 2 geblockten Würfen. Ob die Magic die Wende schaffen, bleibt abzuwarten.

Indiana Pacers 105-121 Dallas Mavericks

Für die Pacers war es ein Spiel zum Vergessen. Indiana ist noch nicht da, wo das Team hinwill. Die Mavericks dagegen werden in dieser Saison kein Kellerkind sein. Nach dem üblen Foul von Aaron Nesmith, durch das Cooper Flagg ausschied, behielten sie einen kühlen Kopf. Zeitweise führte Dallas mit 34 Punkten.

Die zweite Halbzeit hatte kaum noch Bedeutung. Indiana betrieb noch Ergebniskosmetik, schonte dabei aber seine besten Spieler stärker als geplant. Tyrese Haliburton ist von seiner Bestform noch weit entfernt. Bester Werfer der Pacers war Pascal Siakam mit 23 Punkten. Bei Dallas überzeugte Kyrie Irving. Er wirkte deutlich besser in Form und kam mit 5 von 10 Dreiern auf 24 Punkte.

Miami Heat 111-128 Detroit Pistons

In Miami dürften die Alarmglocken schrillen. Zwei Niederlagen sagen zwar wenig aus, die Art und Weise ist aber beunruhigend. Gegen Minnesota hatte Miami 131 Punkte zugelassen, gegen Detroit waren es nun 128. Eine funktionierende Verteidigung hat das Team derzeit nicht.

Dazu kommen weitere Probleme. Giannis Antetokounmpo kam auf 36 Punkte und 12 Rebounds. Neben ihm blieb Bam Adebayo aber bei nur 4 Punkten. Klay Thompson nahm Dreier, als wäre er noch der Schütze früherer Jahre, traf aber nur 2 von 11.

Miami wirkt orientierungslos. Bei den Detroit Pistons ist das Gegenteil der Fall. Sie knüpfen an die vergangene Saison an und wirken sogar noch stärker. In diesem Spiel war Neuzugang John Collins mit 23 Punkten bester Werfer. Auch Isaiah Joe, ebenfalls neu im Team, überzeugte mit 12 Punkten von der Bank.

San Antonio Spurs 110-114 Houston Rockets

Es war womöglich das beste Spiel des Abends. DDie Rockets wirken deutlich gefestigter als in der vergangenen Saison, auch dank Fred VanVleet. Sie hielten dagegen und gewannen am Ende gegen die Spurs. Bei San Antonio spielte Victor Wembanyama weit besser als zum Saisonauftakt. Er kam auf 25 Punkte und 13 Rebounds.

Keine der beiden Mannschaften wollte sich geschlagen geben. Am Ende musste eine verlieren. Kevin Durant traf knapp zwei Minuten vor Schluss einen wichtigen Dreier. Endgültig entschied Amen Thompson die Partie, als er einen Wurf von Victor Wembanyama blockte. Das Bild dürfte in Erinnerung bleiben und stärkt Thompsons Ruf als Ausnahmeverteidiger weiter.

Erwähnenswert sind außerdem 29 Punkte, 7 Rebounds und 7 Assists von Alperen Şengün. Auffällig war auch, dass die Spurs erneut mit vier sehr kleinen Spielern neben Wembanyama begannen.

Utah Jazz 120-119 New Orleans Pelicans

Auch mehrere Rookies glänzten an diesem Spieltag. Nach der Auftaktniederlage in Memphis meldeten sich die Jazz gegen New Orleans zurück. Darryn Peterson steuerte 15 Punkte bei. Der Nummer-2-Pick des vergangenen Drafts kommt damit in Schwung.

Neben dem Rookie gab es weitere gute Nachrichten für Utah. Jaren Jackson Jr. kam mit 24 Punkten und 10 Rebounds auf ein Double-Double. Keyonte George erzielte 19 Punkte und 10 Assists. Die Pelicans hatten in den letzten Sekunden zwei Chancen, das Spiel zu drehen. Zunächst beging Zion Williamson (23 Punkte) ein Offensivfoul, danach vergab Dejounte Murray seinen Wurf.

Golden State Warriors 108-111 Memphis Grizzlies

Cameron Boozer ist da. Vom diesjährigen Rookie-Jahrgang wird viel erwartet. Der Duke-Abgänger dürfte dabei vorne mitmischen. Das bestätigte er in seinem ersten NBA-Spiel mit 25 Punkten, 13 Rebounds und 6 Assists beim Auswärtssieg in San Francisco.

In der Vorbereitung wurde über Memphis wenig gesprochen. Inzwischen stehen die Grizzlies bei zwei Siegen und scheinen zu wissen, wohin sie wollen. Bei Golden State glänzte Rookie Yaxel Lendeborg mit 18 Punkten und 13 Rebounds. Das reichte aber nicht, um ein Team mitzureißen, das bereits abgeschrieben wirkt. Stephen Curry (24 Punkte) konnte seine Frustration nicht verbergen.

Los Angeles Clippers 117:125 Los Angeles Lakers

Das Duell in Los Angeles war unterhaltsam.Die Lakers mögen das bessere Team sein, die Clippers lassen sich aber nicht einfach überrollen. Zur Halbzeit war die Partie völlig ausgeglichen. Am Ende setzten sich Luka Dončić (23 Punkte) und die Lakers durch.

Die Lakers erfüllen bislang die Erwartungen. Dončić ließ Walker Kessler alt aussehen. Austin Reaves traf immer wieder aus eigener Kraft und kam auf 28 Punkte. Bei den Clippers ist Neuzugang Darius Garland die große Neuigkeit. Er kam auf 26 Punkte. Zudem fehlen den Clippers noch mehrere Spieler wie Brandon Ingram. Das Team hat also noch Luft nach oben.

Sacramento Kings 120-128 Portland Trail Blazers

Sacramento verlor, doch Darius Acuff Jr. fiel mit 33 Punkten auf. Der Siebte des vergangenen Drafts wird reichlich Spielzeit bekommen. Genau deshalb muss er das Vertrauen nun rechtfertigen. Bei den Dreiern muss er noch zulegen, er traf nur 2 von 11. Die Fans in Sacramento haben aber immerhin einen Grund zur Hoffnung.

Zum Spiel selbst: Die Blazers schlugen im dritten Viertel mit 26:44 zu. Danach verwalteten sie den Vorsprung bis zur Schlusssirene. Deni Avdija war mit 26 Punkten Topscorer, während Damian Lillard auf 19 kam. Portland gewann damit beide Saisonspiele und präsentiert sich in guter Form.

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